Rezepte

Suppenfleisch und Soße

(Rezept nach Johanna Bechtler)

Zu diesem Rezept gibt es eine kleine Anekdote:
Als Johanna von Annette gefragt wurde, welches Stück Rindfleisch sie denn am besten für dieses Rezept verwenden solle (da es im Rezept ja nur "Suppenfleisch" heißt), antwortete ihre Oma ganz selbstverständlich: "Ha Suppefleisch halt!" :-)

So etwas weiß eine gute Hausfrau eben von allein! ;-)
Siegfried verwendet am liebsten Mittelbug, Annette kocht dieses Rezept mit Beinscheibe (für die Suppe) und Tafelspitz/Pastorenstück (fürs Essen).

Und so lauteten Johannas Anweisungen zur Suppe auch nur: "In einer guten Suppe ein Stück Suppenfleisch kochen." Das heißt: Rindfleisch (s.o.) mit kleingeschnittenem Suppengrün, Karotten, Zwiebeln, Sellerie (oder Petersilienwurzel) und Salz in Wasser kochen (ggf. mit fertiger Gemüsebrühe abschmecken).

Als ersten Gang gibt es dann einen Teller von der Suppe. Als Hauptgang gibt es das in Scheiben geschnittene Feisch mit Salzkartoffeln oder dem sogenannten "Fillsel" (einer Mischung, die so auch als Füllung für Geflügel verwendet wurde, daher der Name) und verschiedenen Soßen.

Fillsel:
kleingeschnittene, glasig gedünstete Zwiebeln
fein gehackte Petersilie
in Würfel geschnittene trockene Brötchen
1 Ei pro 3 Personen

Petersilie zu den glasig gedünsteten Zwiebeln geben. Brötchenwürfel leicht anrösten, dann mit der Zwiebelmischung vermengen. Ei dazugeben (darf nicht gerinnen!) und zu einem Ball formen. In ein Tuch geben und in die Suppe hängen. 5 bis 10 min kochen lassen, dann 15 bis 20 min nur noch cziehen lassen. Vor dem Servieren in Scheiben schneiden.

Soßen:
z.B. Apfelsoße:
Äpfel schälen und in kleine Stücke schneiden. In Wasser kochen, ggf. etwas Zitronensaft hinzugeben. Solange kochen bis man sie mit der Gabel zerdrücken kann. Mehlschwitze machen, leicht bräunen. Äpfel dazugeben und mit Zuvker bzw. Zitronensaft abschmecken.

Es gibt natürlich auch noch andere Soßen, z.B. Kirschsoße. Sie wird mit Sauerkirschen auf dieselbe Art (nur ohne Zitronensaft) hergestellt. Dann waren auch noch die Dill oder Knoblauchsoße sehr beliebt. Bei der Dillsoße wurden feingehackter Dill und etwas Essig zur Mehlschwitze gegeben (ggf. noch etwas Sahne). Bei der Knoblauchsoße feingehackter Knoblauch und etwas Sahne.

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