Christian SCHWINDT

Leiter des evangelischen Chors Feketitsch

Der evangelische Männerchor von Feketitsch wurde 1909 von "Kantorlehrer [Friedrich] Stötzer auf Betreiben des [...] Musikers Jakob Gutwein im Rahmen der evangelischen Kirchengemeinde" gegründet. Mit dem 1. Weltkrieg mussten die meiste Männer einrücken. Erst im Jahre 1921 gelang es Kantorlehrer Jakob Kellermann, die Chorarbeit wieder aufzunehmen. 1928 übernahm Staatslehrer Jakob Dietrich die Chorleitung bis er im Januar 1931 nach Neusatz versetzt wurde.

Christian Schwindt

"Da jetzt wieder der Chor ohne musikalische Leitung blieb, musste die administrative Leitung Rat schaffen. So kam man auf die Idee, - da kein deutscher Lehrer mehr zu haben war - aus der eigenen Mitte einen zukünftigen Leiter zu erwählen. Die Wahl fiel auf den von Lehrer Kellermann herangebildeten Bassisten Christian Schwindt, der von ebendem genannten Lehrer nur sehr spärlichen musikalischen Unterricht genossen hatte. Aber zum Glücke, sich der Größe seiner Aufgabe gar nicht bewusst, ging er mit der großen Liebe zum deutschen Männergesange, mit einer unendlichen Ausdauer und Gelduld an die Arbeit. Zu erwähnen sei hier noch, dass Christian Schwind später von 1933 an unter dem Einfluss des aus Sekitsch stammenden Neusatzer Künstlers Peter Freund den Männerchor zur höchsten Entfaltung seiner Fähigkeiten bringen konnte, wovon die fünfte Jahreswende der Amtsübernahme, - bei welcher Gelegenheit, im Rahmen eines großzügigen Liederabends eine Kundgebung für den deutschen volkstümlichen Gesang stattfand - Zeugnis ablegte. In der Zeit des Chormeisters Schwindt widmete man dem geistlichen, wie auch dem weltlichen Liede gleiche Beachtung, da, um mit den Worten unseres h.w. Herrn Bischofs Dr. Philipp Popp zu reden, allzu viel von einerlei die Seele stumpf macht, aber von allen beiden das gleiche Maß den Menschen immer frisch und fröhlich stimmt."

1936 übernahm Christian Schwindt auch den Jugendchor.
Fotos vom evangelischen Chor

Aus: Dr. Viktor Pratscher,
"Die Deutschen der Gemeinde Feketic - Feketitsch",
2. Aufl. 1982, S. 101-104.

nach oben   zurück zur Übersicht